Neuigkeiten
Forum
Veranstaltungen
Sinfathlarp III
Mitglieder
Geschichte
Galerie
Sinfath-Shop



merken



Registrieren
PW senden
nicht aktiv
Online: 0
Heute: 15
Monat: 479
Gesamt: 130596
Ordensritter Kjeldor
Charaktername Ordensritter Kjeldor
Vorname Marcel
Nachname (Wird nicht angezeigt)
Geschlecht männlich
Funktion Ordensritter
Kontakt (Wird nicht angezeigt)
 
 
Hintergrund
Argus, erster Sohn Argalions

genannt

Kjeldor, Freiherr zu Hallwyl


Späher, Kundschafter / Hauptmann des Ersten Dragonerregimentes & der Leibgarde König Learens I.


Ordensritter des Ordens des Sinfath



Einleitung:

Argus wurde vor 29 Sommern im Dorf Leukonia geboren. Die gebirgige Gegend um Leukonia ist bekannt unter dem gleichnamigen Bezirk Leukonia, welcher in der Baronie Hallwyl liegt. Die Baronie wiederum ist die nördlichste im Königreich Dragonia, welches weit im Norden des Kaiserreichs Cendara liegt. Seine Heimat war seit je her bekannt als treuestes und ertragreichstes Vasallengebiet des Königreiches Dragonia.
Das Wappen Dragonias trägt eine goldene Königslilie auf rotem Grund und jenes ursprüngliche von Leukonia einen weissgoldenen Greifen auf ebenfalls rotem Grund.

Als Argus – Sohn des Schmiedes Argalion und der Heilkundigen und Krankenpflegerin Sieglinde – im Jahre 1479 n. D., Dragonischer Zeitrechnung, das Licht der Welt erblickte, befand sich Dragonia, das Reich des Nordens und damals unter der Führung des noch jungen Königs Learens I., wieder in einer Zeit des Friedens und der Blüte.

Doch dies war nicht immer so...


Das Königreich Dragonia und die Schlacht am Kashgar Peak:

Auch wenn seine Heimat Leukonia als königliches Vasallengebiet immer wieder Mann und Material, sowie Abgaben zu stellen und entrichten hatte, war man in diesen Landen seit Menschengedenken doch immer zufrieden, da auch der einfache Bauer und Handwerker genug zu ernten und verdienen hatte, dass er sich etwas für magerere und ertragsarme Zeiten auf die Seite legen konnte. Auch die Soldaten und Milizen des Königs verdienten gut und zollten ihrem König, sowie dessen Land und Bewohnern Respekt. Kämpfe an den Grenzlanden gab es derweil sehr wenige und so konnten sich die Waffenfähigen für die Ruhe und Ordnung im Innern des Reiches kümmern...
... nun da die Schlacht am Kashgar Peak längst geschlagen und vergangen war... geschlagen und vergangen, aber niemals vergessen...

So bestand im Jahre 1479 n. D., Dragonischer Zeitrechnung, wieder Friede und Eintracht in allen Teilen des Landes Dragonia und dessen Vasallengebieten; Zufriedenheit und Wohlstand wohin man blickte...

Auch Argus’ Eltern konnten von der Blüte des Königeiches profitieren, denn der fähige und darum bekannte Schmied Argalion konnte zu gleichen Massen Schwerter für die Dragonische Armee, wie Edeldegen für die königliche Garde anfertigen – obwohl in der letzten Zeit Gebrauchsgegenstände und Werkzeug für den Landbau (Eggen und Pflüge) oder des Handels (Radachsen und -felgen) eher zur täglichen Arbeit des Schmieds gehörten als das schmieden von Waffenstahl... Kein Wunder – stand man doch allen Nachbarstaaten in Frieden und Eintracht gegenüber und nutzte die florierenden Handelsstrassen...

Mutter Sieglinde, eine Halbelfe, verrichtete ihre tägliche Arbeit in der örtlichen Krankenstation, in welcher die Kranken, Bedürftigen und Betagten ein warmes Bett, Nahrung und Heilung erfuhren – schon lange hatte Sieglinde kein Lazarett mehr gesehen... und war sehr froh darüber...

...zu lange hatten sich die schrecklichen Bilder der letzten grossen Schlacht in Dragonia, jene am Kashgar Peak in ihre Erinnerung gebrannt: Eine Horde von blutrünstigen Schergen, Raubrittern und Barbaren wollte aus den nördlichen Grenzlanden Dragonias, über den nördlichsten Gebirgspass (den Kashgar Peak) kommend, den Bezirk Leukonia überrennen, um sich so Zugang zu den Landen Dragonias zu verschaffen und so das Land entscheidend zu schwächen.

Viele tapfere Soldaten und Vasallentreue starben in dieser Schlacht vor den Toren Leukonias, demjenigen Dorf, welches direkt zu Füssen des Kashgar Peak zu liegen kam. Zu schnell erfolgte der Angriff und zu unvorbereitet waren die Verteidiger. Nach verlustreichem Sieg – welcher schliesslich durch die schnellen und wendigen Dragoner König Rodans III. errungen werden konnte – zeigte sich das gesamte Ausmass der siebentägigen Krieges:
- Argus’ Heimatdorf Leukonia im gleichnamigen Bezirk wurde fast gänzlich zerstört, nur noch eine Palisadenwand von einigen Fuss Länge hatte dem Ansturm und der feindlich gelegten Feuersbrunst widerstehen können.
- Fast zwei Drittel der Einwohner Leukonia hatten durch den Stahl des Feindes den allzu frühen Tod erlitten oder waren nach Osten oder Westen in angrenzende Bezirke geflohen.
- Die Vorräte der nahen Dörfer waren verbraucht und die Ernten des Herbstes durch den unbarmherzigen und brandschatzenden Feind verwüstet oder gänzlich zerstört; das Vieh erschlagen und die Wälder verbrannt.

Argalions junge Hände waren nach der Schlacht an vielen Stellen wund, um nicht zu sagen, sie waren zwei grosse Wunden... hatte er doch als Schmiedegesell zusammen mit seinem Meister rund um die Uhr Schwerter, Schilde und Lanzenspitzen angefertigt und zurechtgebogen. Manchmal glaubte er, er könne das Zischen des Stahls vom nahen Schlachtfeld vernehmen, als die teils noch heissen Lanzenspitzen sich den Weg in die Körper der Feinde bahnten...
Als am Morgen des siebten Tages der Belagerung die königlichen Siegeshörner Dragonias über dem Tal erschallten, brach er erschöpft zusammen...

Sieglinde – ihrerseits ihrer Mutter helfend – nahm den Geruch von Wundbrand schon gar nicht mehr wahr; genauso wenig, wie die automatischen Bewegungen, als sie wie in einem Trance-Zustand wiederum einen der unzähligen Verletzten verarzten musste.
Schon nach dem ersten Ansturm gingen den Heilkundigen des Dorfes – in dessen rituellen Zeremonienraum man behelfsmässig ein Lazarett errichtet hatte – die Bandagen aus und man musste sich fortan der Bettlaken aus den Häusern und am Ende gar der Kleidungsstücke der Toten bedienen...

Diese Schlacht gehörte nun seit 31 Lenzen der Vergangenheit an und zählt zu den dunkelsten Stunden in der Geschichte des Königreiches Dragonia...
...dass sich Argalion und Sieglinde nach der grossen Schlacht kennen lernten – als der Schmiedegesell sich im Lazarett verarzten liess – erscheint von Aussen betrachtet nur als kleiner Lichtblick dieser Tage...

Als Dank für das Durchhaltevermögen und die immense Aufopferung der Bevölkerung für das Königreich Dragonia liess König Rodan III. die Siedlung am Pass Kashgar Peak mit eigenen Mitteln wieder aufbauen und verlieh ihr den Stadtstatus und das Recht, ein eigenes Banner zu tragen. So ziert die Stadt Leukonia seit der Schlacht am Kashgar Peak das Wappen eines weissgoldenen Greifen, welcher ein goldenes Schwert in den Klauen trägt und so die Wehrfähigkeit dieser Stadt und ihrer Bewohner ausdrückt.

Er liess die Siedlung bei ihrem Wiederaufbau neu an den Hang verlegen und zur befestigten Garnison mit Stadtmauer ausbauen. Am Orte der ursprünglichen Siedlung wurde ein Denkmal errichtet und ein grosser Wald gepflanzt, welcher durch Druidenmagie schneller wuchs, mitunter um so die grässlichen Spuren der Schlacht um 1477 n. D. zuzudecken.

Zudem wurde eine Krankenstation gebaut, welche der Göttin Rhiannon geweiht war – der Hüter der Winde und des Lebensgeistes. Einher mit den Aufbauarbeiten ging der Bau eines Schlosses für den König selber, der in dieser Gegend seine Sommerresidenz einrichten wollte – was die überlebenden Bürger von Leukonia sehr schätzten und ehrte.

Doch auch die Baronie Hallwyl - welche im Leben von Argus noch eine entscheidende Rolle spielen wird und in der Schlacht am Kashgar Peak ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde - erhielt als Dank ebenfalls ein neues Zeichen im Wappen: Der mutige weissgoldene Löwe, das Wappentier zu Hallwyl, hält fortan das Hoheitszeichen Dragonias, die goldene Königlilie in den Pranken! Sinnbild der Tugend und Aufopferung Hallwyls für das Königreich!


Es kehrte wieder Frieden ein am Kashgar Peak und allmählich kehrten die Geflohenen zurück in ihre Heimat und die Kunde des glorreichen Sieges und des Neuaufbaus zog viele neue Bürger in die sichere Garnisonsstadt.

Nach der Vermählung Argalions (nunmehr selber Schmied in Leukonia) und Sieglinde (Heilkundige und Druidin der Stadt) erblickte der Spross Argus am 19. Tage des zweiten Frühlingsmondes und somit des Mondes des roten Drachens das Licht der Welt – am Tag der Feierlichkeiten für die Göttin Ostera.


Kinder- und Jugendjahre / Ausbildung:

Argus wuchs schnell zu einem kräftigen Mann heran, wobei er die körperliche Kraft und den Umgang mit Stahl und Beschlägen in der Esse seines Vaters schulen konnte. Seine Mutter lehrte und bildete ihn aus, lernte ihn Lesen und Schreiben und den Umgang mit Kräutern. Argus erfuhr viel über seine Herkunft, seine Vorfahren, die Kelten und über deren Götter und Rituale. Am liebsten war ihm das Runenorakel.
Mit dem Bruder seines Vaters ging der junge Argus oft in den nahen Wäldern des Dorfes – welches schon bald zu einer kleinen Stadt anwuchs – auf die Jagd und erlernte so sehr früh die Fähigkeiten eines Jägers und Fischers: Anschleichen, beobachten, ausharren, sowie erlegen, ausweiden und zubereiten des Wildes waren allesamt Fertigkeiten, die Argus lernte und von Anfang an liebte. Die von seiner halbelfischen Mutter geerbte Fähigkeit der Dämmerungs- und Fernsicht erwies sich vor allem in den frühen Morgen- und späten Abendsstunden als sehr hilfreich.

Als sein 14. Lebensjahr vollendet war, folgte er dem Ruf des Königshofes und wurde in die königliche Armee aufgenommen. Aufgrund seiner Schnelligkeit zu Fuss vor allem in unwegsamen Gebiet, sowie der Tatsache, dass er in der Überlebenskunst geschult war, wurde Argus am Hofe des jungen König Learens I. zum Kundschafter und Späher ausgebildet, anschliessend absolvierte er die Offiziersschule und übernahm die Führung einer Kompanie im ersten Dragonerregiment.
Neben der körperlichen Ausbildung wurde er in den Sprachen der Nachbarreiche unterrichte und lernte die Dragonische Rechtswissenschaft kennen.

Argus diente zehn Jahre unter dem königlichen Banner Dragonias. Sein Dienst liess ihn nicht nur die schönen Ecken seines geliebten Landes erkunden, sondern liess ihn vor allem in jüngerer Zeit immer wieder die Grenzen Dragonias überschreiten und die befreundeten Nachbarländer und Königreiche besuchen – oft als Abgesandter König Learens I., um so dessen guten Willen mit den Verbündeten zu zeigen.


Der Schicksalsschlag:

Der Tag – welcher das Leben von Argus für immer verändern sollte – kam, als der junge Recke seinem 25. Geburtstag und dem Wiedersehen seiner Geliebten Rahelena von Wegesend zu Hallwyl entgegenfieberte. Argus hatte seine fünf Jahre jüngere Verlobte, die Tochter des Freiherren von Hallwyl an dessen Hofe kennen gelernt, als er einen Spähauftrag im nördlichen Grenzland erfüllen musste.
Der Vater und Freiherr stand der Verbindung mit Wohlwollen gegenüber; wollte er doch, dass seine Tochter an einen kräftigen, tapferen und vor allem gebildeten Mann gerate. Da er keine männlichen Nachkommen hatte, hegte Rahelenas Vater sogar den Gedanken, eines Tages Argus seinen Adelstitel und seine Länderein zu vermachen – da er früh die umsichtige Art des königlichen Offiziers erkannte.

Argus hatte sich in diesen Tagen Urlaub genommen und ritt gen Hallwyl. Am Hofe angekommen und seine Verlobte suchend, sagte man ihm, dass Rahelena ihm entgegen geritten sei; Argus hatte aber niemanden gesehen...
Hastig schwenkte er sein Pferd um und galoppierte eilends zurück, bis er zu einer Kreuzung kam, auf welcher viele Spuren hinterlassen worden waren... Hufspuren und solche von leichten Stiefeln... Assasine!

Argus’ Herz pochte in seinem Hals; er wurde die Ahnung nicht los, dass mit Rahelena etwas geschehen war und folgte den Spuren der Auftragsmörder, bis sich auf einmal Hufspuren dazugesellten – ein Pferd, dass samt Reiter vor den Verfolgern geflüchtet sein musste...

Einige Minuten der Suche später, entdeckte Argus die Spuren eines ungleichen Kampfes und ein heiseres Stöhnen drang aus dem nahen Dickicht.
Argus wollte es beim näher kommen nicht wahrhaben, doch was er fand, war sein schlimmster Alptraum: Rahelena lag in ihrem eigenen Blute, schwer verletzt und dem Tode nahe...

Argus stürzte sich hernieder und nahm seine Geliebte in den Arm und küsste ihre blutige Stirn und begann sofort nach einem Heiltrank zu suchen, um dem nahen Tod zu trotzen. Doch Rahelena war zu schwer verletzt und dem Tod zu nahe und wisperte nur noch die Worte „Iskendrun“ und „Rache“!
Dann starb die Schöne in seinen Armen. Argus trug sie heim zu ihrem Vater und bat diesen um Vergebung, da er nicht rechtzeitig zur Stelle war, um ihr zu helfen.
Der Freiherr aber erkannte, dass es keinesfalls Argus’ Schuld war, sondern jene dieses hinterhältigen Volk der Assasine – Auftragsmörder und Meuchler.

Der Herzog von Wegesend sandte am gleichen Tage noch Argus und eine Reiterschaft seiner Garde aus, um die Assasine und Peiniger seiner Tochter zu töten. Die Assasine vielen unter den Hieben der Lanzen und Schwerter der Rächer darnieder und Argus schwor sich beim Namen seiner Geliebten, das Volk der Assasine zu vernichten!


Hoffnung, doch zu welchem Preis:

Iskendrun war ein angesehener und weiser Druide in den Landen des Sichelflusses, wie Argus in Erfahrung bringen konnte und nutze nun die restliche Zeit seines Urlaubes dazu, diesen Druiden zu finden.
Nach Tagen der Suche gelang es Argus den mächtigen Iskendrun zu finden, doch was er bei diesem erfuhr, gab ihm zu gleichen Teilen Hoffnung und Enttäuschung: Iskendrun könne den Leichnam seiner Verlobten einbalsamieren und so konservieren, damit sie trotz ihres Ablebens nicht weiter altere, Argus jedoch müsse anhand eines Rezeptes die Zutaten für ein Ritual zur ihrer Wiederbelebung zusammentragen – denn nur so konnte die Tote gerettet werden. Iskendrun gab Argus zu diesem Zweck ein mit Drachenblut beschriebenes Tierfell, auf welchem die genauen Zutaten und die entsprechende Menge verzeichnet waren, welche der tapfere Recke zusammentragen musste.

Argus brachte in der Folge die Kunde dieser Möglichkeit der Rettung Rahelenas an den Hof ihres Vaters und wurde von diesem für seine Reise ausgerüstet.
Zurück in den Landen Dragonias konnte Argus eine unbefristete Freistellung von seinen Pflichten am Hofe des verständnisvollen Königs Learen I. erwirken, unter der Bedingung, dass sich Argus auch weiterhin als Kundschafter und Botschafter im Dienste Dragonias bemühen würde und somit das Zeichen Dragonias, die goldene Königslilie führend, sollte der Offizier neue Verbündete in den entfernten Reichen gewinnen. Auch von seinem König wurde Argus bestens ausgerüstet und so optimal für die Reise und Suche von unbestimmter Dauer vorbereitet...


Die Suche

So ist Argus seit nunmehr fünf Jahren auf der Suche nach den teuren und seltenen Zutaten des Rituals und verdiente sich eine erste Zeit lang sein Gold als Söldner – immer auf der Suche, der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen und am verhassten Volk der Assasine Rache zu verüben...

Auf seinen Wegen in den Silberwald traf er auf Lord Victor Andarion XVII. und sein Gefolge vom Orden des Sinfath, deren Mitglieder ebenso nach verschollenen Gegenständen suchten, wie dies Argus tun musste. Argus schloss sich auf Bitten von Lord Victor dem Orden an und zog an dessen Seite in viele verschiedene Winkel des Kaiserreiches Cendara. Das Schicksal führte sie auch ein erstes Mal in die Landen Mitrasperas und eine tiefe Freundschaft zwischen Lord Victor und Argus sich zu entwickeln! An der Zusammenkunft der Drachen kämpfe Argus mit Mitgliedern der Söldnergruppe „Heimatlosen“ Seite an Seite und ehrte deren Kampfeswillen. Seither war er auch mit den Mitgliedern dieser Söldnergruppe gut befreundet – ist Argus seit dem Attentat an seiner Geliebten doch selber in gewisser Weise heimatlos...


In den Diensten des Orden des Sinfath

Die Reisen mit dem Orden führten Argus und seine Gefährten an sehr entlegene Orte, welche er immer mit einem gewissen Interesse und einer Prise Neugier durchschritt – immer im Hinterkopf die Worte seines Königs, auch während seiner Suche immer auch in diplomatischer Mission Dragonias unterwegs zu sein.

Die Bande zwischen Argus und den einzelnen Ordensmitgliedern wurde mit jeder Expedition stärker und vor allem mit Lord Victor und Ordensritter Oranus verband den jungen Recken eine immer tiefere Bindung und Freundschaft – Argus fühlte sich im Orden mit der Zeit mehr als zuhause – auch das Schattenbachtal und dessen Bewohner hatten es dem Kundschafter angetan... wenn nur Rahelena nun an seiner Seite wäre – das Glücke schiene perfekt...

Die gemeinsamen Wege mit dem Orden führten Argus – immer an der Seite des Ordensmeisters Victor Andarion – auch nach Mitraspera, den Kontinent des Elemente und Verfemten – dem Land der Gegensätze...
In der Stadtwache dienend und somit für den Schutz der noch jungen Stadt verantwortlich, war es Argus ein leichtes, viel und tiefgründiges über den neu entdeckten Kontinent herauszufinden... vor allem das Element der Luft und die Naldar (das Volk der Winde) hatten es Argus angetan und er wusste zu diesem Zeitpunkt schon, dass er sich, sollte ihn seine Wege wieder einmal in dieses verzauberte Kontinent führen, er sich auf die Seite von Aeris stellen und den Töchtern der Leere – den Vin’Shaar – den Krieg erklären würde...

In den ersten Monden im Orden des Sinfath konnte Argus deren Hilfe einige seiner wichtigen und seltenen Ingredienzien für den Wiederbelebungstrank finden, aber er konnte auch seinerseits behilflich sein, vereinzelte Splitter des Sinfathissar – des einen Kristalls - für den Orden sicherzustellen...


Der Fluch:

Eine der vielen Reisen des Ordens führte Argus in Begleitung seines neuen Gefährten Bahzell Brandarkson und der ehrenwerten Lady Isabella, Verlobte des Ordensmeisters Victor Andarions XVII. erneut in die Gegend des Silberwaldes, tief in einem von Wald beherrschten Land Cendaras, wo sich die Weges Argus’ und jene des Ordens zum ersten Mal kreuzten. Und auch diese Begegnung sollte schicksalsweisend sein...

Argus, Bahzell und Lady Isabella wollten sich mit den beiden höchsten Personen des Ordens, mit Ordensmeister Victor und Ordensritter Oranus in einer Schenke auf einer Waldlichtung treffen. Von einer marodierenden Räuberbande belästigt, konnte Argus redegewandt grösseres Unheil für sich und vor allem Lady Isabella abwenden. Als der Lord mit seinem Gefolge schliesslich eintraf, zeigte er sich nach dem Bericht seiner Angetrauten erfreut über Argus’ selbstlose Tat und er stieg weiter in der Gunst des Ordensmeisters.

...eine Gunst, die leider nicht unbeobachtet blieb...


In der Nacht – in welcher die kleine Delegation der Ordensgemeinschaft auf der Lichtung verbrachte – wurde Argus im Schlaf von einem Dämon befallen; ein mächtiger Dämon, welcher auf diese Art versuchte näher an den Ordensmeister Victor und somit der Macht des Ordens entscheidend nahe zu kommen und diese vielleicht sogar zu übernehmen... Rajas Wege waren unergründlich und sind dies noch heute...

Nun stellte sich für Argus die Frage, wie er mit dieser Bürde umzugehen hatte. Für Ordensritter Oranus war der Fall jedoch so klar wie fürchterlich:
Argus musste – als Wohnstatt und Hülle des Dämons – entweder sich und somit auch dem Dämon die Lebensenergie entziehen, was den Tod für Argus bedeuten würde oder aber sich dem Orden verschreiben und den Dämon mit Hilfe eines überaus starken und gefährlichen Rituals und eines geweihten Amuletts bannen.

Für Argus war diese Nachricht wie ein Schlag ins Gesicht: Nachdem er im Orden des Sinfath wieder neue Hoffnung verspürte, dass seine fast auswegslose Suche doch nicht gänzlich umsonst war und er auf wieder einen Sinn in ^seinem Tun und Streben erkannte, war diese Nachricht ein weiterer Schicksalsschlag...
...Argus zog sich auf Bitten von Ordensritter Oranus zurück und bedachte den nächsten Schritt eingehend... Tod oder Dämon... so lautete das schreckliche Verdikt...

Nach eingehenden Zwiegesprächen mit seinen Göttern wählte Argus den Weg, den ihm sein Herz schon lange vorgab und ihm schon bewusst war, als er die Schreckensnachricht übermittelt erhielt: Ewigen Dienst für den Orden!
Sollte das Ritual wider Erwarten gelingen, war Argus gewillt sein weiteres Leben dem Orden und dem Ordensmeister zu verschreiben und mit helfen Raja erneut und dieses Mal auf ewig zu binden und in die Niederhöllen zu verbannen!

In diesen Stunden vermochte die üblicherweise erfolgreiche Botschaft des Ordensgefolge, man habe in dieser Gegend ein weiteres und seit langem wieder einmal sehr ein bedeutendes Bruchstück des Sinfathissar sichergestellt und Ordensritter Oranus übergeben, die getrübte Stimmung kaum zu heben.


Das Ritual:

In den frühen Abendstunden dieses schicksalsträchtigen Tages war es dann soweit: Argus wurde in Begleitung von Ordensmeister Victor, Ordensritter Oranus, Lady Isabella und Bahzell Brandarkson – dem Gang auf das Schafott gleich – zu einem nahen Ritualplatz geführt, ein Platz von dem eine starke, mysteriöse Kraft ausging und welcher vor einem Eingang lag, welcher wahrscheinlich in den Untergrund führte...
Unter der Leitung von Ordensritter Oranus wurde der Argus’ Dämon im Innern eines Bannkreises gerufen und dessen Macht entfesselt. Es schien ein sehr mächtiger Damon zu sein, da Oranus zu Schluss kam, auch jenen des Ordensmeisters Victor freizulassen, um den ersten zu bändigen... Oranus wusste um die Gefahr, die nun für alle bestand: Sollte es ihm nicht gelingen, die beiden Dämonen zu bannen, hätte die im schlimmsten Fall das Ende des Ordens zur Folge gehabt und den endgültigen Sieg Rajas, was die gesamte Welt ins Chaos stürzen würde... ein Zustand, den Argus’ Dämon im Willen Rajas anstrebt – ja dessen einziger Geltungsgrund darstellt...

Die beiden Dämonen boten sich ein grausiges Schauspiel, da– sich praktisch ebenbürtig – jeder von ihnen die absolute Macht anstrebte, um den Raja-gefälligen Dienst zu verrichten und den anderen zu vernichten!
Oranus konnte den blindwütigen Kampf der beiden Dämonen nutzen, um seine Formeln der Bannung vorzubereiten, zu sprechen und schliesslich auf die beiden Kontrahenten zu schleudern... und es gelang! Mit vereinten Kräften war es möglich, den Dämon des Lords, aber auch jenen von Argus mittels sphärischer Bannkraft des Gottes Vathris und physischer Kraft eines geheiligten Amulettes zu verbannen.

Das Ritual hatte von allen Beteiligten unglaublich viel Kraft gekostet: Oranus schien am Ende seiner Kräfte und auch Lord Victor und Argus, deren Körper und Seelen durch ihre Dämonen im Zweikampf sehr stark gefordert wurden, lagen scheinbar kraftlos am Boden – nur Lady Isabella und Bahzell Brandarkson waren noch bei Kräften...

...und dann geschah, was nie geschehen durfte: Unmittelbar nach dem erfolgreichen Abschluss des Rituals verfinsterte sich der Ritualplatz für den Hauch eines Moments und es schien den Anwesenden als sei der Raum zerrissen worden und hatte in eben diesem Moment etwas Bedrohliches ausgespuckt...
... und von einem Augenblick auf den anderen standen den tapferen Helden des Ordens plötzlich ein mächtiger Dämonenfürst und drei seiner Dämonenschergen gegenüber...

Der Kampf, wenn man es denn so nennen konnte, war aussichtslos: Die drei geschwächten Waffenträger des Ordens konnten praktisch keine Gegenwehr leisten und Lady Isabella und Bahzell wurden durch gezielte Hiebe schnell ausser Gefecht gesetzt... es schien alles verloren, als der Dämonenfürst zu aller Schmach den Splitter des Sinfathissar in die Höhe hielt, den er zuvor Ordensritter Oranus abgenommen hatte, und rief: „Nun sind wir am Ziel; dieses Bruchstück seht Ihr nie wieder – ausser Ihr kommt es Euch in den Niederhöhlen holen!“ und ein lautes und hämisches Lachen ertönte wie aus tausend dämonischen Kehlen...

Einer der bedeutendsten Splitter des Sinfathissars, welcher den ursprünglichen Kern des einen Kristalls darstellte, schien für immer verloren und somit auch die Sache, für jene der Orden des Sinfaths seit Jahrhunderten kämpfe... Oranus lag getroffen am Boden, durch die ihn bedrohenden Schergen nicht mehr in der Lage rituell ins Geschehen einzugreifen und Lord Victor – schwer getroffen von den feindlichen Klingen – wand sich auf dem Boden und versuchte mit letzten Kräften Gegenwehr zu leisten... jedoch konnten er, Lady Isabella und auch Bahzell nichts mehr ausrichten... doch wo war Argus?

Von einem der Schergen mit dessen Dämonenklinge an der linken Schulter getroffen und verletzt worden, war Argus von der Wucht des Schlages ins Unterholz geschleudert worden, wo er einen Moment benommen liegen blieb und erst von den schreckhaften Worten des Fürsten aus seiner Lethargie erwachte. Argus erkannte, dass ausser ihm, niemand des Ordens nicht irgendetwas ausrichten konnte gegen die Übermacht und auch er nicht den Hauch einer Chance haben würde... gegen den Fürsten des Chaos und seine Schergen... keine Chance...

...als Mensch...


Der Bewahrer:

...doch Argus entsann sich in seiner Verzweiflung einer tollkühnen wir gefährlichen Tat: Er entfesselte seinen Dämon!
Die aufkeimende, überaus mächtige Kraft des Dämons liess Argus unermessliche Stärke zuteil und die Wunde der Dämonenklinge schien er nicht mehr zu spüren. Die entfesselte Kraft richtete Argus mit seinem letzten Funken an eigenem Willen gegen den dämonischen Konkurrenten und dessen Schergen – welche nach ihrem vermeintlichen Sieg gänzlich überrascht einer nach dem anderen unter der Klinge des neuen Dämons fielen und sich in Luft auflösten...

...Argus’ Dämon nahm nach seinem Sieg den grossen Splitter des Sinfathissar an, um in Wahn des Dämons das Relikt nun seinerseits vor dem Orden und Vatris zu verbergen. Das Unterfangen Rajas wurde jedoch glücklicherweise mit vereinten Kräften von Oranus – welcher den kurzen Kampf von Argus’ Dämon gegen die Schergen nutze, um sich auf einen erneuten Bannspruch vorzubereiten – und den restlichen Geschundenen des Ordens vereitelt.

Zwar war die Argus’ Tat sehr mutig, ja tollkühn und äusserst gefährlich für sich und alle Anwesenden, jedoch konnte er dadurch das allerschlimmste für den Orden des Sinfaths – den Verlust des zentralsten Splitters des Sinfathissars – abwenden und so den Orden vom Schlimmsten bewahren...

Seit dieser Tat und Stunde trägt Argus innerhalb des Ordens den Titel des Bewahrers...


TO BE CONTINUED:

- Wichtige Gespräche / Tod eines Dämons
- Aufstieg in den Adelsstand
- Neue Hoffnung für Rahelena
- Erfahrungen in Mitraspera
- Wechsel des Namens, aus Argus, Sohn Argalions wird Kjeldor, Freiherr zu Hallwyl
- Pläne für die Wiedererweckung von Rahelena von Wegesend
- Die Wiedererweckung von Rahelena von Wegesend



Motto:
- „Im Krieg wird kein zweiter Preis vergeben, ergo: Si vis pacem, para bellum!“
- „Für Vathris! Für den Orden! SINFATH!“