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Die Ordensgeschichte
In altvorderen Tagen, Tagen die noch im Liede besungen werden, sonst aber schon in Vergessenheit geraten sind, herrschte auf der Welt Raja, die Göttin des Chaos und der Vernichtung. Sie brachte Verwüstung und Verzweiflung zuhauf über Land und Leute und wilde Kämpfe entbrannten, sie zu vertreiben, doch keiner der Helden, die mutig und tapfer auszogen, Raja zu besiegen, war auch nur annähernd erfolgreich.


Bis eines Tages, so erzählt man die Sage, Lord Sinfath, ein grosser und stattlicher Held, mit seiner bezaubernden und ebenso mutigen Lady Adelicia losgezogen ist, Raja die Stirn zu bieten. Geleitet von den Schicksals Macht fanden sie in einem kleinen, abgeschlossenen und unscheinbaren Tal, das bei den wenigen Bewohnern als Schattenbachtal bekannt war, ein seltsames Juwel, das nicht von dieser Welt zu sein schien. Lady Adelicia erkannte darin die Macht, die Göttin des Chaos und der Vernichtung zu besiegen, oder zumindest von der Welt zu verbannen. Da niemand zugegen war, der den Ursprung des Juwels hätte erklären oder auch nur seinen Namen hätte nennen können, beschloss Lord Sinfath uneigennützig und bescheiden, das Juwel Sinfathisar zu nennen (Lady Adelicia tendierte eindeutig zu Adeliciasar, doch alle Welt fand dies ein wenig egozentrisch und natürlich galt das Wort der Frau damals noch nicht so viel…). Tatsächlich gelang es mit Hilfe des Sinfathisar Raja zu verbannen und die Welt von Verwüstung und Verzweiflung zu befreien. Ruhe kehrte ein und mit ihr ein friedliches und geruhsames Leben.


Doch viele Länder waren zerstört worden, Städte und Dörfer lagen darnieder und auch Lord Sinfath und Lady Adelicia beschlossen, eine neue Heimat zu suchen, um ihren Lebensabend zu verbringen. Da das Schicksal sie ins Schattenbachtal geleitet hatte, blieben sie dort und gründeten eine kleine Gemeinschaft. Auf der einen Seite ragten schon bald die hohen Mauern von Burg Sinfath stolz in den blauen Himmel des kleinen Tales, auf der anderen Seite erspähte man dunkle Klostermauern zwischen den grünen Tannen. In diesem Kloster, das vorerst offenbar noch keinen Namen hatte, oder dann ist er über die Zeit in Vergessenheit geraten und wartet darauf, in kommenden Tagen von einem Gelehrten und Weisen entdeckt zu werden, in diesem Kloster also wurde der Sinfathisar, das mächtige Juwel, verwahrt. Allwöchentlich sprachen Lady Adelicia und ihre Priesterinnen in komplizierten Ritualen Worte der Macht, um den Bann, der über Raja verhängt worden war, zu erneuern und zu bewahren. Die Ritter von Lord Sinfath beschützen das Kloster und den Stein, damit die Priesterinnen in Ruhe ihre Arbeit durchführen konnten.


Doch nicht lange liess sich geheim halten, das im Schattenbachtal etwas Mächtiges gefunden worden war, und während aufrechte Helden auszogen, um an den Ort zu pilgern und Lord Sinfath und Lady Adelicia zu danken, braute sich auch Düsteres zusammen. Denn in den verwirrten Köpfen einiger Zauberer wuchs die Hoffnung, dass die Macht des Sinfathisar in beide Richtungen – für gute und für böse Zwecke – zu gebrauchen sei und ihre verdorbenen Herzen begannen nach dem Juwel zu verlangen. Die Attacken auf Burg Sinfath wurden von Jahr zu Jahr ärger und stärker, bis die Gemeinschaft schliesslich nicht mehr standhalten konnte.


Vor ungefähr 300 Jahren besiegelte ein Vogelgreif das vorläufige Schicksal des Sinfathisar. Von wem er ausgeschickt worden ist, war nicht klar, doch es ist anzunehmen, dass die Hand eines grossen Zauberers das Tier leitete und lenkte. Der Greif schien denn auch mit Zaubermagie geschützt zu sein, denn wie viele Ordensritter sich ihm auch stellten, niemandem wollte der tödliche Streich gelingen und bald lagen Duzende von Priesterinnen und Rittern in ihrem Blut darnieder und die Verteidigung von Burg und Kloster fiel vollends auseinander. Der grosse und mächtige Greif aber drang weiter in das Gebäude vor, nahm den Sinfathisar geschickt zwischen seine Krallen und verliess das Kloster mit dessen grösstem Schatz ungehindert. Als der Vogelgreif sich fliehend in die Lüfte erhob, gab einer der letzten Ordensritter mit einem heiligen Pfeil einen letzten verzweifelten Schuss auf das Tier ab. Doch statt den mächtigen Greif zu treffen, traf er den Sinfathisar selbst und das Juwel zersprang in tausend Stücke, die weit über der Welt den Klauen des Greifs entglitten und sich über die Länder der Erde verteilten.


An diesem Tag fiel ein dunkler Schatten über Burg Sinfath und das angrenzende Kloster. Das Juwel, mit dessen Hilfe Raja in ihrem Bann gehalten wurde, war verschwunden und wenn es auch nicht direkt in die Hände des Feindes gefallen war, so war es doch den Priesterinnen entglitten und niemand wusste, wie der Bann ohne die Macht des Juwels aufrecht erhalten werden konnte. Ausserdem schlich sich die Furcht in die Herzen der gebildeten Leute, dass das Juwel in bösen Händen genau dem Gegenteil dienen könnte: Der Wiedererweckung der bösen Göttin. Burg und Kloster, die sich in den vergangenen Jahren etwas von einander distanziert hatten, rückten näher zusammen.


Ein Teil der Ordensritter zog nun aus, die Splitter des Juwels so schnell als möglich zu finden und zusammenzufügen. Ein Teil blieb zurück und bewachte das Schattenbachtal. Die Priesterinnen und Gelehrten hingegen suchten nach neuen Wegen, wie Raja zu besänftigen sei. In alten Schriften stiessen sie auf Hinweise darauf, dass Raja selbst einen Weg geschaffen hat, wie sie im Zaum zu halten sei. Die grosse Göttin hatte nämlich zu Anbeginn der Tage vier Töchter erschaffen: Undine, die Wassergöttin, Myrii die Feuergöttin, Sylph, die Windgöttin und Marfa, die Erdgöttin. Diese vier Töchter (die vier Elemente symbolisierend) durchdrangen alle Dinge und Lebewesen auf der Erde und brachten Ordnung und Ausgewogenheit. Doch wo Ordnung ist, da kann kein Chaos sein und Raja erkannte, dass die vier Töchter sie selbst verdrängten und dass das Streben der Töchter ihrem eigenen widersprach. Deswegen versuchte sie rückgängig zumachen, was sie begonnen hatte, und lockte die Töchter mit schönen Worten in ein Gefäss, den Zempo, in dem sie auf ewige Zeit eingesperrt werden sollten. Beinahe wäre das Unterfangen gelungen, doch der Zempo zerbrach und die Töchter entwichen. Seit diesen Tagen versucht Raja, die Ordnung der Elemente zu zerstören, indem sie Zwietracht und Zwist zwischen den Töchtern säht. Denn wenn die Elemente nicht mehr in Einklang stehen, dann zerbricht auch die Welt und Raja kann für immer ihre Herrschaft antreten.


Mit dieser neuen Einsicht gelang es den Priesterinnen aus Schattenbachtal, neue Rituale zu schreiben, die zum Ziel hatten, die vier Elemente im Gleichgewicht zu halten. Diese neuen Rituale sind indes weit weniger mächtig als jenes, in dessen Mittelpunkt der Sinfathisar gestanden hat. Deswegen müssen sie viermal täglich durchgeführt werden. Sollte das Juwel allerdings in falsche Hände geraten, so würden sicherlich auch diese Rituale Raja nicht mehr in Zaum halten können. Das Kloster, bis dahin namenlos, nannte sich nun Kloster der vier Schwestern.


Unterdessen war auch den Ordensrittern, die ausgezogen waren, um die Juwelensplitter zu finden, ein Teilerfolg gelungen. Zwar hatte es sich als ziemlich schwierig erwiesen, die Splitter zu finden, die Reisen waren beschwerlich und meist mit vielen blutigen Kämpfen gespickt, da die Mächte der Finsternis ebenfalls Schergen ausgesandt haben, um die Splitter einzusammeln. Immerhin konnten die Ritter genug Splitter zurück ins Schattenbachtal bringen, um den Zauberern des Tales zu ermöglichen, eine Nadel mit einer Findmagie zu belegen, die einem Kompass gleich den Weg zu dem nächstgelegenen Splitter weist. Mit diesem mächtigen Instrument ausgerüstet, sollte es nun schon besser gelingen, die Splitter wieder einzusammeln.




Struktur der Gemeinschaft

Man kann drei Parteien im Schattenbachtal unterscheiden, die alle dasselbe Ziel verfolgen:

Burg Sinfath:
Unter dem Lord, zurzeit Lord Sinfath XVI, stehen 12 Ordensritter und unter diesen 50 Waffenträger

Kloster der vier Schwestern:
Unter den vier Hohepriestern/Innen stehen 12 Priester/Innen und unter diesen 50 Novizen

Anhänger:
Etwa 200 „Dorfbewohner“ unterschiedlichster Berufungen (auch Magier und Söldner…), die von den Geschehnissen wissen und die Burg und das Kloster auf ihre Art unterstützen

Diese drei Parteien sind seit 300 Jahren, also seit dem Diebstahl des Juwels, in einem Bund zusammengeschlossen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Juwelensplitter einzusammeln, zusammenzufügen und ins Kloster der vier Schwestern zurückzubringen, um die alten Rituale zur Erhaltung von Rajas Bann wieder durchführen zu können. Natürlich kann man sich bei einigen nie sicher sein, ob sie nicht auch andere Ziele verfolgen, schliesslich haben die bösen Mächte der Welt viele Schergen, die auch durchaus mit schönen Gesichtern und ebenso schönen Worten zu ihrem Ziel gelangen können…